Herzstück der Stadt bildet die imposante Peter- und Pauls-Festung. Während er mit den Schweden Krieg führte, ließ Peter der Große sie ab 1703 auf der Haseninsel, einer Insel am Nordufer der Neva, errichten. Mit ihrer Kathedrale und ihren Museen stellt die Festung das architektonische Zentrum des heutigen Stadtteils Petrogradskaja dar, und ihre Gründung wird als Gründungdatum der Stadt insgesamt angesehen. Die majestätische Pracht der Festung kann gleichwohl nicht darüber hinweg täuschen, dass ihre Geschichte mit Blut durchtränkt ist. Hunderte von Zwangsarbeitern bezahlten die Bauarbeiten mit ihrem Leben, und in den Bastionen wurden im Laufe der Zeiten viele politische Gefangenen gefoltert - so auch der Sohn Peters: Der tief gläubige und traditionell denkende Aleksej wird auf der Flucht vor seinem weltanschaulich so anders ausgerichteten Vater von dessen Truppen gefasst und auf die Festung zurückgebracht. Peter, der ihn der Vorbereitung einer Verschwörung verdächtigt, verurteilt ihn zu vierzig Stockschlägen, die der Sohn nicht überlebt. Nach seinem Sieg über die Schweden gründet Peter aber zunächst das Alexander-Nevskij-Kloster, das nach jenem Fürsten von Novgorod benannt ist, der 1240 schon einmal an Neva der einen Sieg über die Schweden errungen hatte. Der barocke Klosterkomplex liegt ganz am Ende des Nevski Prospekts und bietet mit seinen zahlreichen Kirchen und Friedhöfen einen starken Kontrast zum vibrierenden Großstadtleben direkt vor seinen Mauern. Dominiert wird der gesamte Komplex von der Ende des 18. Jahrhunderts im klassizistischen Stil errichteten Dreifaltigkeits-Kathedrale, die zu den Hauptkirchen der Stadt gehört. Hier befindet sich auch der Amtssitz des Metropoliten von St. Petersburg und Ladoga. Für orthodoxe Gläubige ist das Kloster ein Wallfahrtsort.