| Für Archäologen ist die Stadt eine wahre Fundgrube, da hier wie in keiner anderen Stadt in Russland alte Bauwerke und Kunstgegenstände erhalten haben. Während der Mongolenzeit war sie zeitweise sogar das Zentrum des Russischen Reiches und Sitz des Großfürsten. Im Hochmittelalter war Novgorod eine wirtschaftlich einflussreiche, von einer Kaufmannsschicht geprägte Stadtrepublik, die von dem Handel zwischen Russland und Nordeuropa profitierte. Sie verfügten über gute Kontakte zur Hanse, die in der Stadt ein eigenes Kontor unterhielt. Erst unter Ivan III. wurde Novgorod dem russischen Staat angeschlossen. Noch heute prägen Dutzende mittelalterlicher Kirchen das Stadtbild. Das Wahrzeichen der Stadt aber ist die Sophienkathedrale, die im neunten Jahrhundert gegründeten Kreml (Zitadelle) überragt. Außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern befindet sich die sehenswerte Georgij-Katherale im ehemaligen Jur'ev-Kloster und das Museum für Holzarchitektur "Vitoslavizi". |