Die Entstehung von Peterhof geht auf das Jahr 1704 zurück, als Peter der Große den Bau eines kleinen Landhauses in Auftrag gab. Nach seinem Sieg über die Schweden wich dieses Landhaus dann einer Anlage, die den Triumph und die Macht des russischen Zaren als Herrscher über die Meere sinnbildlich verkörpert. Schon 1723 wurde die von den Architekten Jean Baptiste Leblond und Johann Friedrich Braunstein geschaffene Anlage feierlich eingeweiht, in der Folgezeit aber ständig erweitert. In der Anlage mit ihren zahlreichen Fontänen und Kaskaden spielt das Wasser eine zentrale Rolle. Über einen Seekanal konnte Peter der Große von Sankt Petersburg über die Ostsee direkt zum Großen Palast, dem architektonischen Mittelpunkt der Anlage, segeln. Von der Terasse des Palastes aus blickt man über ein barockes, treppenförmig angelegtes Wasserkunstwerk durch den wie ein Geburtskanal anmutenden Seekanal auf die Weiten des Finnischen Meerbusens, von wo aus der Zar und Zimmermann seine Schiffe in See stechen ließ.
Zwischen Peterhof und Petersburg gelegen befindet sich das russische Musterdorf Schuwalowka. 1714 gab Peter der Große dieses Land in die Hände einer finnischen Farmerkommune mit dem Namen Korkuli. Einer der nachfolgenden Besitzer, der Gründer der Moskauer Universität und der Petersburger Akademie der Schönen Künste Iwan Schuwalow, gab dem Ort seinen noch heute gültigen Namen. In jüngster Zeit wurde das Dorf auf der Grundlage überlieferter Quellen im Stil des 19. Jahrhunderts historisch rekonstruiert. In den wiedererrichteten "Izby", traditionellen russischen Holzhäusern, geben Schmiede- und Töpferwerkstätten und ein Bauernhaus Einblick in die Geschichte und Bräuche russischer Dorfkultur. Von besonderem Charme ist die hölzerne Windmühle, die sich auf einem Hügel befindet und somit auch als Orientierungspunkt fungiert.